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Malteser Arnsberg

Sondereinheiten

Dekon-V beschreibt die Dekontamination von Verletzten

Sollte es bei einem Unglücksfall (Explosion, Chemieunfall) oder bei einem Terroranschlag zur Kontamination (Verunreinigung, Durchdringung) einer Vielzahl von Menschen mit gefährlichen Stoffen kommen, stellt dies die Einheiten desKatastrophenschutzes vor große Herausforderungen. Die Betroffenen müssen so schnell wie möglich dekontaminiert werden, bevor mit der eigentlichen medizinischen Versorgung begonnen werden kann.

Verletzte, nicht gehfähige Patienten können hier liegend "abgespült" werden. Patienten welche noch gehfähig sind, können mit dem Abrollbehälter ebenfalls versorgt werden. Anschließend werden die gesäuberten (dekontaminierten) Personen vom Rettungsdienst übernommen.

Der AB Dekon-V wird auf einer Grundfläche von rund 100 Quadratmetern aufgebaut und von 60 Einsatzhelfern bedient. Er ist neben  Material für Dekontamination und zur Wundversorgung mit eigenem Stromerzeuger, Warmluftheizung und zwei Schnellaufbauzelten ausgestattet. Dazu kommen Gebläse-Schutzanzüge und Ersatzkleidung für versorgte Personen sowie diverse Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte. Pro Stunde können 50 Verletztevon den gefährlichen Stoffen gereinigt werden.

                                                   

Die Malteser Arnsberg stellen hier zusammen mit den Feuerwehren aus Arnsberg, Sundern und Meschede die Einsatztruppe. Unsere Sanitäter und Rettungsdienstler gehen im Vollschutzanzug in die Einsatzstelle und sichten zusammen mit Notärzten die kontaminierten Patienten um die Dringlichkeit der Behandlung zu bestimmen und ggf. lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen. Eine weiterführende individualmedizinische Behandlung kann aufgrund der besonderen Verhältnisse erst nach einer Dekontamination erfolgen.

 

                                                   

 

 

 "Psychosoziale Unterstützung" so nennt sich ein neuer Aufgabenbereich der Malteser in Arnsberg.

 Zwei Helferinnen und ein Helfer nahmen in den Jahren 2006 und 2007 an dem Lehrgang "PSU" teil. In diesem Lehrgang wurden sie auf die Arbeit in den Bereichen Krisenintervention, der Einsatznachsorge (CISM) und der Moderatorentätigkeit ausgiebig geschult um im Rahmen regulärer Einsätze, des Katastrophenschutzes oder in Rettungsdienstlichen Notfallsituationen Basisbetreuung durchführen zu können.

 Inhalte des Lehrganges waren: 

  • Aufbau und Struktur der psychosozialen Notfallversorgung
  • Stress, Stresssensoren und Stressbewältigung
  • Psychohygiene
  • Psychotraumatologie
  • Kommunikation und Krisenintervention
  • therapeutische Möglichkeiten
  • Organisationskunde
  • Verhalten am Einsatzort um Grundlagen der Psychosozialen Betreuung kennen zu lernen und richtig durchführen zu können.

 Die PSU Gruppe kann die gemeindliche Seelsorge aber nicht ersetzen sondern nur ergänzen. 

 Mögliche Anlässe für eine Notfallseelsorge können sein:

  • plötzlicher Tod eines Familienangehörigen
  • unerwartendes Auffinden eines Toten
  • Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten und Toten
  • Katastrophenfälle

 

Die PSU Gruppe übernimmt meist die Begleitung und Betreuung von nicht verletzten Personen und steht diesen als Gesprächspartner gegenüber. 

Aber auch für alle Einsatzkräfte die besonderen Belastungssituationen ausgesetzt wurden und dieses nier aucht alleine und selbständig verarbeiten können ist die PSU Gruppe Gesprächspartner und Zuhörer.

Am 09.08.2007 wurden unsere PSU-Helfer zum ersten Male im realen Einsatz gefordert. Bei einem heftigen lokalen Unwetter im Arnsberger Raum wurde ein Familienvater in seinen Kellerräumen vom eindringenden Wasser überrascht und ertrank vor den Augen seiner Familie. Hier wurde von den Arnsberger Maltesern die Versorgung und Betreuung der geschockten Angehörigen übernommen.

 

 

 

 

 

 

Seit dem Jahr 2006 gibt es in Sundern Meinkenbracht die First Responder Gruppe.

Da der Regelrettungsdienst bis nach Meinkenbracht rund 15 Minuten braucht, kamen einige Einwohner des 200 Seelen Dorfes auf den Gedanken eine Ersthelfer-Gruppe aufzustellen.

Nach einer Umfrage im Dorf wurde schnell klar, dass dieser Gedanke begrüßt wurde. Durch eine starke Spendenbereitschaft und die Zusage von 20 Personen, sich zum Notfallhelfer ausbilden zu lassen, konnte im November 2006 der Verein zur Förderung der Meinkenbrachter Ersthelfer gegründet worden.

Nach der Ausbildung zum Notfallhelfer und der Anschaffung des nötigen Materials waren die First Responder dann ab April 2007 einsatzbereit.

Im ersten Jahr hatte die Einheit bereits 6 Einsätze und es wurde ihnen bewusst, dass es besser wäre, sich einer Hilfsorganisation anzuschließen.

Die Arnsberger Malteser standen sofort mit Rat und Tat zur Seite, so dass die Ersthelfer Meinkenbracht ihnen im Dezember 2008 beigetreten sind.

Zur Zeit stellt die Bevölkerung rund 20 Notfallhelfer in Bereitschaft. Zu dem hat die Einheit zwei Jugendliche, die zu unserer Freude, regelmäßig am Übungsabend teilnehmen, großes Interesse zeigen und die Ausbildung zum Einsatzsanitäter anstreben. 

Update: Im Jahr 2014 konnte ein Großteil der teilnehmenden Helfer zu Einsatzsanitätern ausgebildet werden. Bericht

 

 

 

 

 

 

Die Fernmeldegruppe des Malteser Hilfsdienstes in Arnsberg stellt für

den Hochsauerlandkreis die sogenannte Informations- und

Kommunikationseinheit (IuK).

 

 

 

Die IuK-Einheit stellt im Kreisgebiet die funktechnische Versorgung sicher

(z.B. durch mobile Relaisestellen), sollte es zu einem Ausfall der vorhandenen

Kommunikationsstrukturen kommen.

 

 

 

Desweiteren ist die Einheit

vorgeplant für die fernmeldetechnische Unterstützung der Stabsarbeit

verschiedener Stellen wie z.B. den Stab HSK (Kreishaus) oder örtlichen

Einsatzleitungen.

 

 

 

Sollten die vorhandenen

Stabsräume durch einen technischen Defekt oder eine Schadenslage ausfallen, könnte

die IuK-Einheit durch ihr Fahrzeug einen Ersatz der Technik gewährleisten.

 

 

 

Der Betrieb bzw die

Unterstützung eines Stabes kann innerhalb des Fahrzeugs erfolgen, oder in einer

ortsfesten Räumlichkeit mit dem Material des Fahrzeugs aufgebaut werden.

 

 

 

Als letztes Backup kann bei

einem Ausfall der Technik von der IuK sogar noch ein Kabelnetz mit

Feldtelefonen installiert werden.

 

 


 

 

 

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Weitere Informationen

Christian Ruzinski
stellv. Zugführer
Tel. (02931) 4376
Fax (02931) 13444
sanitaetsdienst(at)malteser-arnsberg(dot)de
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